Brussig- Schwestern bei Judo- WM erfolgreich Mit einem Vize- Weltmeister- Titel konnte Carmen Brussig in der Gewichtsklasse bis 48kg die Judo- Weltmeisterschaften der Blinden- und Sehgeschädigten in Antalya / Türkei beenden. Ihre Vorkämpfe in der mit 12 Starterinnen besetzten Gewichtsklasse gewann Sie gegen die Spanierin Gracia mit
Ippon und zog dann gegen die Kämpferin Bracho aus Venezuela durch einen Yuko (kleine Wertung) in das Finale ein. Hier konnte sie die ersten vier Minuten hervorragend mithalten gab dann aber in der letzten Minute die entscheidende Wertung an die Taipe Chinesin Lee ab.
Ihre Schwester Ramona erkämpfte in diesem Jahr einen hervorragenden 3. Platz und musste sich nur der späteren Weltmeisterin Martinet aus Frankreich im Halbfinale geschlagen geben. Die Erwartungen der Weltmeisterin des Vorjahres waren sicherlich höher gesteckt, konnten aber aus offensichtlichen Gründen nicht ganz erreicht werden. So war das Limit bis 52kg bei dieser Weltmeisterschaft mit 17 Kämpferinnen so stark wie
nie zuvor besetzt. Nach einer fünf Monate andauernden Verletzungspause kämpfte Ramona im Januar erstmals wieder bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Heidelberg und schied dort gegen die neue Weltmeisterin durch einen Nasenbeinbruch aus. Ein Rückschlag in der Vorbereitung auf diese WM. Nichts desto trotz, hatte Sie den Termin 01. April – 10. April 2011 fest im Gedächtnis und bereitete sich zielstrebig vor,
konnte ihre Höchstform aber leider noch nicht wieder erreichen. Die Kämpfe der Vorrunde gegen Abreu (Venezuela) und Kilic (Türkei) gewann Sie dennoch vorzeitig mit Ippon. Im Kampf um Platz 3. gegen die starke Chinesin Zhang, sicherte Ramona Brussig sich nach einem Kampf über die volle Zeit mit einem Waza- Ari (mittlere Wertung) dann doch noch die Bronzemedaille. Am zweiten Kampftag konnte Matthias Krieger aus Heidelberg in der Gewichtsklasse bis 81kg ebenfalls eine Silbermedaille
für das deutsche Team erkämpfen. Für beide Judoka des PSV- Schwerin ist die Qualifikation für die Parlympiks 2012 in London somit geschafft und eine Medaille nächstes Jahr das klar abgesteckte Ziel. |